Skam

Wie schon bei meinem Jahresrückblick auf 2016 angekündigt, rezensiere ich Skam (zu

deutsch Scham oder Schande).

Skam ist eine norwegische Dramaserie, die von dem Sender NRK eigentlich nur produziert wurde, da sie jüngere Zuschauer haben wollten. Doch hat die Sache so geboomt, dass bald die vierte Staffel anläuft.

In Skam geht es um Teenager in dem Alter von 15 bis 18, die man durch so manche schwierige Phasen und Entscheidungen hindurch begleitet. Das allein macht allerdings noch nicht den guten Kontent aus (und die hervorragend spielenden Schauspieler auch nicht). Nein, Skam bedient sich einem völlig neuen Konzept, dass

Internetplattformen wie Instagram und  Facebook auf eine völlig neue Art und Weise einbindet. Nahezu jeder wichtige Charakter hat eine eigene Instagram-/Facebookseite auf der ganz normal gepostet wird – damit meine ich keine Werbung, sondern ganz normale Sachen wie ein Gruppenselfie oder verschwommene Aufnahmen vom Unterricht. Es ist beinahe so, als wären die Charaktere die eigenen Freunde und man würde in ihr Leben eingebunden werden. – Auch ist Skam mitunter eine der ersten Serien, die sich nur über das Internet vermarktet. Die vorhin schon erwähnten Charakterprofile sind nur das Sahnehäubchen, denn auf der offiziellen Website (folgt doch dem Link 🙂 ) werden während der Laufzeit einer Staffel Chatverläufe von den Charakteren geuploaded, die die Handlung vorantreiben. Dazu kommt, dass auf ebendieser Website

jede Menge Clips hochgeladen werden, die cirka zwischen fünf bis zehn Minuten liegen. Die Clips wiederrum haben ihre ganz eigene Sendezeit, denn am Anfang jeden Clips steht der Tag an dem die Handlung der Szene spielt und die Uhrzeit. Das heißt, steht da Sonntag um 3:47 dann wird der Clip auch Sonntags um 3:47 hochgeladen.

Nun zur Handlung: Wie ich bereits gesagt habe, spielt Skam aus der Sicht von Jugendlichen und das auf eine brutal ehrliche Weise. Die Serie begegnet den Themen Mobbing, Vergewaltigung und Outing offener als so mancher andere Film. In den bisher drei bestehenden Staffeln gab es drei verschiedene Hauptpersonen, um die es dann in deren Staffel ging. So wird in Staffel eins mit Eva als Hauptcharakter das Thema Mobbing

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Eva (links) ist die Hauptperson von Staffel eins und Noora (rechts) von Staffel zwei.

intensiv durchlebt. In Staffel zwei mit Evas bester Freundin Noora im Vordergrund kam das nervenaufreibende Thema Vergewaltigung zur Sprache und zu guter Letzt in der dritten Staffel, deren letzte Episode kurz vor Weihnachten 2016 ausgestrahlt wurde, geht es um Isak, den man seit der ersten Staffel kennt. Schon in der ersten Staffel wird die Vermutung laut, dieser sei schwul und in „seiner“ Staffel wird dann das Outing und mentale Krankheiten diskutiert. Die Serie wurde international erst richtig bekannt durch Isak und seinen Love-Interest Even, die einfach zum Niederknien sind.

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Even (links) und Isak (rechts) – ich sagte doch, die Beiden sind zum Niederknien 🙂

Wer in der nächsten Staffel die Hauptperson sein wird, ist bisher unbekannt, aber wenn man sich das Schema der letzten Staffeln anschaut, müsste es ein wichtiger und spannender Nebencharakter sein – wie Even! Oder Jonas! Oder Sana! oder, oder, oder, …

Die Folgen wurden bisher nicht übersetzt, doch auf Youtube findet man Episoden mit sowohl englischem als auch spanischem Untertitel. Ich hoffe, ich habe euch neugierig gemacht, denn diese Serie ist garantiert einen Blick wert. – Und ja, die Gerüchte stimmen, dass die Amerikaner davon eine Art „Remake“ machen wollen. Hoffen wir, dass sie es nicht versauen.

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2 Gedanken zu “Skam

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