Secret Garden

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Unser zweiter Tag startete mit einer Dusche – hab ich schon erwähnt, dass die Duschen der Briten (und auch der Iren, ich weiß nicht, ob ich das in den letztjährigen Posts erwähnt habe) sehr merkwürdig sind. Ich habe eine Minute gebraucht, damit überhaupt Wasser aus dem Duschkopf kam – was auch an meiner morgendlichen Verpeiltheit liegen könnte, denn eigentlich musste man nur den großen, runden Powerknopf drücken. – Die Hauswirtin servierte uns Frühstück, echtes, originales English Breakfast mit Baked Beans, Pilzen, Spiegelei, Bacon und Würstchen (ich bin mir fast sicher, dass ich bei der Aufzählung etwas vergessen habe …). Dazu gab es Schwarzen Tee, und allein deshalb liebe ich England noch viel mehr als sowieso schon. Keiner nimmt automatisch an, dass du Kaffee möchtest (ich hasse Kaffee), sondern fragt erstmal. Und wenn ein Brite einen fragt, ob man Tee möchte, dann gehen sie automatisch von Schwarzem Tee aus und nicht von Kräutertee, wie Deutschland.

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So wunderschön *.*

Nach dem stärkenden Frühstück ging es zurück auf die Straße, aber nur für kurz, denn wir mussten Einkaufen. Nachdem wir ein paar Runden durch Eastbourne gefahren sind und sowohl meine Mutter als auch ich festgestellt haben, dass die Briten Kreisverkehre wohl lieben und jeder Misthaufen einen Wert ist, haben wir die Ausschilderung zu einem Waitrose gefunden – es ist nicht typisch auf Ausschilderung zu stoßen, denn nach unserer Erfahrung sparen die Engländer an Schildern, wo es bei uns zu viele gibt. Deshalb empfehle ich dringendst, vor allem wenn man vorhat eine größere Stadt zu besuchen, sich ein Navi auszuleihen bei der Autovermietung. Der Waitrose jedenfalls ist ein riesiger Supermarkt (wenn es nicht die „Stadtedition“ ist, die dementsprechend zusammen gequetscht wird), der mich ein wenig an den französischen Super U, beziehungsweise an den Carrefour erinnert hat. Unsere Priorität bei dem Einkauf lag eindeutig auf Wasser – ich erinnere nur an die schlechtgelaunte Dehydrationsgeschichte letztes Jahr :D. In unserem Einkaufswagen lag im Endeffekt wieder mehr, als wir eigentlich geplant hatten (unter anderem Matzen, Baked Beans und Fischdosen), doch so hatten wir schon mal vorgesorgt, dass wir nicht verhungern würden in den nächsten Tagen.

Wie sich später herausstellte, war es eine kluge Entscheidung so viel einzukaufen, denn wir hatten einen riesigen Weg an diesem Mittwoch vor uns. Von Eastbourne aus sind wir auf die A27, die um Brighton herumführt (ja, wir haben die Ausfahrt auf die Straße am vorherigen Tag verpasst und ja, wir sind auch an diesem Tag in die Stadt hineingefahren, was gewöhnungsbedürftig war, denn der Linksverkehr ist sehr anstrengend für Leute, die es nicht gewohnt sind auf der anderen Spur zu fahren …), ebenso um Chichester und uns geradenwegs in das Gewühl von Portsmouth brachte. Von Portsmouth sind wir auf dem Motorway 27 direkt nach Southampton gefahren, und diese Straße mündete dann in der A31 Richtung Bournemouth. Wenn ihr diesen Weg auf einer Karte verfolgt habt, dann seht ihr vielleicht, dass wir uns immer küstennah gehalten haben. So ging das auch weiter, als die Straßen kleiner wurden und wir in Plymouth ankamen. Diese Stadt liegt an der Grenze von Cornwall, dem County, in dem wir die nächsten Tage verbringen würden. Da gibt es eine Brücke, wenn man in das Bundesland hineinfährt. Beim Hinausfahren muss man Maut bezahlen, ich warne nur schon mal vor. In der Nähe von Liskeard haben wir uns nochmal ordentlich verfahren und dann endlich kamen wir in St Austell an.

Wir hatten über Airbnb (auf der Plattform kann man bei Privatpersonen Zimmer

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Es ist leider verwackelt, aber ich wollte euch nicht belügen und ein echtes Bild hineinstellen.

buchen) eine kleine, umgebaute Gartenhütte gefunden, die es auf jeden Fall wert ist zu besuchen, wenn man Abwechslung von dem ganzen Alltag will. Die Besitzer haben die kleine Hütte am Ende ihres langen, verwachsenen Gartens aufgestellt und den gesamten Ort liebevoll ihren Secret Garden genannt – nach dem Buch Der geheime Garten. Und genauso fühlte es sich auch an – sowohl meine Mutter als auch ich liebten jeden Winkel des Gartens. Die kleine Ecke mit dem Bambus, den Eukalyptus (ich war auch erstaunt, als ich den bemerkt hatte, aber anscheinend wächst in Cornwall auch unbezahlbarer Tee …), das kleine Beet, in dem nichts mehr drin ist, weil die Hasen alles abgekahlt haben. Einfach jedes winzige Detail, dass auf Elfenhaftes ausgeschmückt war. Jedes Mal beim Durchlaufen habe ich mehr entdeckt; Lichterketten zwischen Zweigen und Blumen, Kerzen fast überall. Es war einfach traumhaft. Alles war sehr süß hergerichtet und ich vermisse den Ort sehr – nicht nur wegen der Flora, nein, auch die Menschen.

Auch an unserem zweiten Tag fielen wir zu müde zum Stadt erkunden ins Bett und verschoben das auf den kommenden Tag.

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3 Gedanken zu “Secret Garden

  1. Pingback: Eine schlechte Mandel | nerd of steel

  2. Pingback: Die Notwendigkeit eines Navis oder wie man aus Versehen auf einem Hohlweg landet | nerd of steel

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